Energetische Modernisierung

Einer energetischen Sanierung geht sinnvollerweise eine qualifizierte Gebäudeenergieberatung voran. Diese ganzheitliche Analyse bildet die Grundlage für ein optimiertes Sanierungskonzept. Sollten Modernisierungsmaßnahmen geplant sein, wie z.B. ein neuer Anstrich der Fassade oder die Erneuerung der Dachdeckung, ist dies die optimale Startvoraussetzung.

Energetisch betrachtet kann man ein Gebäude grundsätzlich in zwei große Bereiche trennen: Die Hülle und die Anlagentechnik. Sind Hülle und Anlage optimiert und gut aufeinander abgestimmt, liegt das Energie- und Heizkosteneinsparpotenzial bei 50 bis 80 Prozent.

Kostenlose Basis-Energieberatung für Haushalte in den aktuellen Energiequartieren!
Im Rahmen der Initiative Karlsruher Energiequartiere können alle Hauseigentümer in den aktuellen Energiequartieren eine kostenfreie Basis-Energieberatung in Anspruch nehmen. In einem persönlichen Gespräch beraten wir u.a. zu folgenden Fragen:

  • Welche Sanierungsmaßnahmen sind sinnvoll?
  • Wie hoch ist das Einsparpotenzial?
  • Welche Förderzuschüsse sind verfügbar?

Als gemeinnützige Agentur beraten die Energieexperten der KEK unabhängig, neutral und individuell. Weitere Informationen finden Sie hier

Modernisierung der Gebäudehülle
Zwischensparrendämmung (©KEA)
Zwischensparrendämmung (©KEA)

Zur Gebäudehülle gehören das Dach, die Außenwände, die Fenster und die Kellerdecke. Durch ungedämmte Dächer, Wände und Fenster entweichen jeweils 20 % und mehr der Heizenergie, weitere 5 bis 10 % gehen durch eine ungedämmte Kellerdecke verloren.

Bei der Dämmung der Gebäudehülle sollte auf eine lückenlose Ausführung der Dämmung geachtet werden. Bestehende Wärmebrücken können so unschädlich gemacht werden und neue erst gar nicht entstehen.

Zu einem guten Dämmkonzept gehört zudem ein Luft- bzw. Winddichtheitskonzept, um unkontrollierte Lüftungswärmeverluste auszuschließen.

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Modernisierung der Anlagentechnik
Heizungspumpentausch (©KEA)
Heizungspumpentausch (©KEA)

Ist die Hülle energetisch optimiert, kann passend zum neuen Energiebedarf die Anlagentechnik konzipiert werden.

Die Anlagentechnik umfasst auf jeden Fall eine Heizanlage zur Bereitstellung von Raumwärme und zur Warmwasser-Erzeugung. Immer häufiger kommen Wohnraumlüftungsanlagen auch im Bestand zum Einsatz. Dies ist bei Ausführung einer winddichten Gebäudehülle sehr sinnvoll. Erhöhte Raumluftfeuchte und Luftschadstoffe werden kontinuierlich ausgeleitet. Ist die Anlage zudem noch mit einer effizienten Wärmerückgewinnung ausgestattet, vermindern sich die Lüftungswärmeverluste auf ein Minimum.

Wer bei der Auswahl seiner neuen Heizung auf erneuerbare Energien setzt, investiert nicht nur in den Klimaschutz und damit in die Zukunft. Er erfüllt damit auch das in Baden-Württemberg für den Bestand geltende Erneuerbare-Energien-Gesetz. Das EWärmeG sieht bei der Erneuerung einer zentralen Heizungsanlage vor, dass zumindest 10% des Wärmebedarfs mit erneuerbaren Energien gedeckt werden müssen.

Es gibt eine große Anzahl von Möglichkeiten und Kombinationen, ein gut gedämmtes Haus mit Wärme zu versorgen: Gasbrennwert kombiniert mit Solarthermie oder eine moderne Pelletheizung. Oder die erwähnte Wohnraumlüftungsanlage – auch als Komfortlüftung bezeichnet, da sie tatsächlich den Komfort erhöht.

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